Welche gesellschaftlichen Folgen hat es, wenn nur ein Teil der Menschen von Künstlicher Intelligenz profitiert? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist Teil des Beitrags von Prof. Dr. h. c. Jutta Allmendinger, Ph.D. Sie ist Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2007 bis 2024 war sie Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).
Jutta Allmendinger ist in zahlreichen Beiräten im In- und Ausland tätig. Im Jahr 2022 war sie Vorsitzende des G7 Gender Equality Advisory Councils unter der deutschen Präsidentschaft. Aktuell ist sie unter anderem Mitglied des Deutschen Ethikrates, des Wissenschaftsrates, der Pontifical Academy of Social Sciences, des Herausgeberrats der Wochenzeitung DIE ZEIT sowie des Aufsichtsrats der Berliner Stadtreinigung.
Mit Blick auf KI und Weiterbildung macht sie deutlich: „Künstliche Intelligenz wird nur dann zu mehr gesellschaftlichem Fortschritt beitragen, wenn alle Menschen die Möglichkeit erhalten, die dafür notwendigen Kompetenzen zu erwerben. Andernfalls verstärkt sich der Matthäus-Effekt: Wer bereits über hohe Bildung und digitale Kenntnisse verfügt, profitiert überproportional, während andere den Anschluss verlieren. Weiterbildung über Bildungs-, Geschlechts- und Altersgrenzen hinweg ist daher entscheidend, um Teilhabe zu sichern, demokratische Mitwirkung zu stärken und allen Menschen ein Grundverständnis von KI zu vermitteln.“
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